917xfm Einspeisung

Alles zum analogen TV- und Radio- Anschluss bei wilhelm.tel

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Dirty Harry
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Re: 917xfm Einspeisung

Beitrag von Dirty Harry » 15. Jul 2019 18:35

Hallo fLoo,
am Sa. 28.06.2019 hast Du geschrieben, daß der zuständige Kollege im verdienten Wochenende sein und wir "bis Montag" warten müßten.
Hier handelt es sich wohl um ein klassisches Problem; es wurde nicht festgelegt welcher Montag gemeint war. :lol: 8)

Am heutigen Montag (15.07.2019, 18:30 Uhr) ist immer noch keine Korrektur des gestörten analogen Empfangs (UKW) von 917xFM im Kabelnetz von Wilhelm.tel feststellbar. Sollte jemand zwischenzeitlich eine Verbesserung vorgenommen haben
(was ich ganz stark bezweifel, denn das wäre mir bestimmt aufgefallen), so ist diese wieder dahin.

Kann man das Empfangsproblem nicht endlich mal dauerhaft beseitigen?
Über eine aussagefähige Antwort hierüber würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichem Gruß,
Dirty Harry

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burnz
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Re: 917xfm Einspeisung

Beitrag von burnz » 15. Jul 2019 21:57

Wäre nicht ein direkter Kontakt zum Sender möglich, sodass 917xfm direkt per Glasfaser einspeist?

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Dirty Harry
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Re: 917xfm Einspeisung

Beitrag von Dirty Harry » 16. Jul 2019 01:49

Dirty Harry hat geschrieben:
22. Nov 2012 14:34
Ich habe eben mit einem Mitarbeiter der technischen Abteilung der "alster radio GmbH & Co. KG" , Messberg 4 , 20095 Hamburg, telefoniert.
Der freundliche Herr erklärte mir, daß sie das Signal über eine digitale Datenleitung direkt bis zum Heinrich Hertz Turm übertragen.
Das Signal verläßt ihr Haus absolut rein (keine Unsauberkeit im Ausgangssignal) und da die Übertragung verlustfrei erfolgt,
kommt es 1:1 im HH-Turm an. Dort wird es vom Dienstleister Media Broadcast in ein UKW-Signal umgewandelt und übertragen.
Die Sendeleistung ist allerdings geringer als bei anderen, bedeutenderen Lokalsendern.

Es wäre schön, das Signal irgendwo abzugreifen, wo es noch digital vorliegt.
Also im Gebäude des Senders im Meßberg, oder im Heinrich Hertz Turm.
Als ich damals nachfragte (2012) sollte eine Digital-Ton-Festverbindung von der Medis Broadcast GmbH "für irgendwen" ca. 250,- €/Monat kosten.
Ich vermute, daß die Wilhelm.tel GmbH mit vernünftiger Verhandlung einen besseren Preis beim Anbieter erzielen könnte.
Weder die "Alster radio GmbH & Co. KG", noch "Media Broadcast" dürften ein Interesse daran haben, daß ihr Sender in derart minderwertiger Qualität eingespeist wird.
Und die Möglichkeit, daß WT den Sender aufgrund unzureichender Qualität letzten Endes aus dem Bouquet nimmt dürfte dem Anbieter noch weniger gefallen... .
Wie gesagt; mit vernünftiger Argumentation käme WT bestimmt kostengünstig an ein sauberes Signal.
Aber dafür müßte man erstmal den Ist-Zustand als mangehaft ansehen und eine Änderung wirklich wollen.

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Re: 917xfm Einspeisung

Beitrag von horstchen » 16. Jul 2019 08:27

also hier kommt 917xfm für meine alten Ohren schrapelfrei aus meiner alten DENON Anlage.

Bist Du Dir sicher, dass Deine Probleme wirklich in der Einspeisung liegen und nicht an der Übertragung oder im Empfang?
Ich hatte mal das Problem, dass mehrere Sender das Schrapeln anfingen. Damals habe ich die Frequenz der Digitaltuner um ein oder zwei Stufen angepasst und der Empfang war wieder OK. Damals hatte ich hier dies geschrieben aber keine Reaktion darauf erhalten:
Nun hatte das Stereoradio bei SWR1 BW Aussetzer und auch andere Sender waren so schwach, dass sie keinen Stereoempfang mehr lieferten. Seltsamerweise ließ sich das aber heilen, indem man die gespeicherten Empfangsfrequenzen um jeweils 0,25 MHz anhob. Jetzt dudelt die Maschine wieder. Da ist man natürlich versucht, eine gemeinsame Ursache zu vermuten. Der WISI-Hausanschlussverstärker im Keller leuchtet jedenfalls noch brav.
Internet, digital-TV und Telefon funktionieren (noch). Irgendwelche weiterführende Mutmaßungen, was da vorgeht?
Hast Du mal versucht, den Sender einfach neu abzustimmen? Bei mir steht er jetzt auf 106,40 MHz - aber frag' mich nicht, ob es auch noch ein Gerät von damals ist.

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Re: 917xfm Einspeisung

Beitrag von Dirty Harry » 16. Jul 2019 12:08

Der T+A-Receiver ist über jeden Zweifel erhaben, das sollte er als 3000,- EUR teures Gerät auch sein.
http://www.i-fidelity.net/news/details/ ... gende.html
https://www.hifi-regler.de/shop/t_plus_ ... 526-si.php

Außerdem besteht das Problem ja auch sowohl bei anderen UKW-Receivern in meinem Hause,
als auch an anderen Standorten (logischer Weise dort mit anderen "Radios"). Empfangsgerät,
als auch Empfangsanlage kann man daher ausschließen. Und it-fred hat die schlechte Qualität in der Vergangenheit ja auch mehrfach bestätigt.

Aber um nach jedem Strohhalm zu greifen, habe ich alle Varianten der Empfangseinstellung (Mono, Narrow, Wide, Attended) ausprobiert.
Dieses bei der Abstimmung von 106,22 Mhz in Schritten von 0,025 Mhz (106,22 , 106,25 , 106,28 , 106,30 ...),
insgesamt also 10 Frequenzen mit jeweils 4 Empfangsarten. Insgesamt sind das 40 unterschiedliche Abstimmungen!
Dabei machen einige natürlich wenig Sinn (Mono oder die weit von der Frequenzmitte 106,35 Mhz entferten Abstimmungen),
ich wollte aber alle Varianten ausprobieren.
Nur der Mono-Empfang ist etwas klarer, aber das ist ganz normal und selbst bei einwandfreien Sendern der Fall.
Außerdem will ich genausowenig Radio in Mono hören, wie TV in Schwarz/Weiß sehen. :lol:
Dateianhänge
T+A R1230 - UKW-Abstimmung.JPG
T+A R1230 - UKW-Abstimmung.JPG (233.94 KiB) 1092 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Dirty Harry am 16. Jul 2019 16:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 917xfm Einspeisung

Beitrag von horstchen » 16. Jul 2019 13:02

dann musst Du wohl weiter forschen. Bei mir kam der Sender heute in derselben Qualität aus dem Kabel wie die anderen. Nun gehört die Welle nicht zu meinem üblicherweise gehörten Spektrum. Das ist eine Frage für Experten, was auf dieser Frequenz stören könnte.

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Re: 917xfm Einspeisung

Beitrag von it-pa » 16. Jul 2019 22:10

Zunächst ist die UKW-Sendefrequenz eine Low-Low-Power mit einer "Hand-Voll-Watt" (40?50?). Ursprünglich mal als eine sogenannte "Stadtteil-Frequenz" geplant. Zudem ist die Abstrahlung von der Antennencharakteristik leider nicht rund (besteht drei Beams, 40°-130°, 160°-250°, 290°-10°) und trotz das wir mit dem Empfangsort im Nord-Beam einer Antenne liegen, ist die Empfangsleistung alles andere als überragend. Die Empfangsleistung ist hier bereits abhängig von den üblichen Störmöglichkeiten, die sich ggf. mehrfach am Tag verändern können.

Alternativ der DAB-Empfang...der ist vom 11C in Norderstedt auch nicht überragend. Zwar ist dieser DAB-Kanal nicht gerichtet und strahlt mit 4 KW, was auch nicht die "Welt" ist. Die Problematik sieht man in Norderstedt beispielsweise auch beim "DAB Bundesmux", der selbst mit dem grosszügigen Fehlerschutz vom DLR auch nicht vollständig mobil empfangbar ist, geschweige "Indoor" und das trotz einer Abstrahlungsleistung von 10 KW. Dann darf man außerdem nicht vergessen (wie schon hier ähnlich von den "Vorschreibern" erwähnt), dass der Sender nur mit 72k den 11C bestückt und das ist BRUTTO, also der Fehlerschutz geht davon ab, also bleiben für Audio+Daten nur etwa 64k und davon geht auch noch der Dynamic-Label und die SLS ab. Letzteres verändert die Kompression dynamisch, wobei die Audioqualität beim Übertragen der Daten eben nochmals eingeschränkt wird...also 72k Brutto sind für einen HIFI-Freak nicht unbedingt ein Hochgenuss...

Was die Direkteinspeisung, also Versorgung seitens des Anbieters anbelangt, so kann man sicherlich mal darüber nachdenken und meine Kollegen werden das nochmal aufgreifen, allerdings sollte man dabei beachten, dass eine Direktverbindung ("Standleitung") alleine nicht ausreicht. Man braucht auch einen professionellen Coder der einen MPEG-2-Transportstrom erzeugt, den wir über eine QoS-gesicherte Verbindung direkt dem Headend zuführen müssen. Das Komplettpaket ist also alles andere als günstig und nicht für "ein paar Tausend Euro" zu haben. Von den monatlichen Betriebskosten einmal abgesehen.

Ich bitte daher noch ein bisschen um Geduld. Wir werden das Thema kurzfristig nochmal aufgreifen.

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Re: 917xfm Einspeisung

Beitrag von Dirty Harry » 16. Jul 2019 23:03

Hallo it-pa,

vielen Dank für die äußerst ausführliche Erläuterung der technischen Probleme und der Zusammenhänge insgesamt.
Das der betreffende Sender empfangstechnisch sehr problematisch ist, war mir grundsätzlich klar.
Nicht jedoch das Außmaß der Schwierigkeiten, insbesondere, daß es gar keine vernünftige Empfangsalternative OverTheAir gibt,
die qualitativ hochwertig genug ist.
(Wobei mir DAB eigentlich klanglich nie gut genug ist, ebenso Internetstreams mit weniger als 196 kBit/s,
so daß diese Wege für mich sowieso nur eine üble "Krücke" wären.)

Es wäre schön, wenn sich eine Direkteinspeisung, also Versorgung seitens des Anbieters, realisieren ließe.
Ich verstehe aber, daß man die Kosten in Relation setzen muß... . Aber ich hoffe einfach mal. :wink:

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