wie funktioniert die Einwahl??

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taylexx

Re: wie funktioniert die Einwahl??

Beitrag von taylexx » 15. Okt 2009 19:40

der PC kommuniziert erst wenn du ihm Zugangsdaten zu fressen gibst...
er muss ja auch erstmal was haben womit er was anfangen kann.
heisst pppoe verbindung einrichten und dann ist alle schick ;-)

Dei Aussage der Hotline ists chon richtig, ich habe mit denen eigtl nur gute Erfahrungen gemacht, sehr nette und kompetente Leute da ;-)

Net Killer:-)

Re: wie funktioniert die Einwahl??

Beitrag von Net Killer:-) » 15. Okt 2009 20:36

Das IAD ist wie der Name schon sagt ein Integrated Access Device.
Was für dich ersichtlich ist, ist im wesentlichen, dass du am IAD Anschlüsse fürs Telefon hast. Nach hinten raus ist das VoIP (SIP) nach vorne (in deine Richtung) raus eben Analog oder ISDN.

Antwort auf: "wie soll mein PC bitte mit dem IAD kommunizieren können, über Ethernet, ohne IP Adresse!?"
Wie du schon schreibst.. per Ethernet (Layer 2 Protokoll) und eben nicht per IP (Layer 3 Protokoll) ;)

Man unterscheidet in der Netzwerktechnik auf 7 Ebenen, in verschiedene Protokolle, die aufeinander aufbauen.
Bei der Kommunikation zwischen 2 Systemen "unterhält sich" jeweils die eine Schicht mit der anderen.
Also Layer 1 mit Layer 1, 2 mit 2 und so weiter.

Der Vorteil an so einem Modell ist, dass man einzelne Protokolle auf den Schichten austauschen kann, ohne dass die anderen Schichten was davon mitbekommen.

Beispiel:
Layer 1 - kannst du dir vorstellen, als das Kabel an sich. Also erstmal Kupfer oder Glas. Und dann die Art und Weise wie der Strom (bzw. das Licht bei Glasfaser) an und ausgeschaltet werden müssen um ein bestimmtes Signal darstellen zu können.

Layer 2 - ist das nächst höhere Protokoll. Am bekanntesten dürfte derzeit da wohl Ethernet sein. Andere Varianten wären zum Beispiel ATM oder Frame Relay. Auch PPP ist ein klassisches Layer 2 Protokoll. Bei PPPoE hast du dann eben 2 Layer Protokolle (Ethernet und PPP) im Einsatz.

Layer 3 - Am bekanntesten ist hier wohl IP (ohne TCP!!). Andere Variante wäre IPX, was aber heute kaum noch Anwendung findet.

Layer 4 - TCP, UDP, ICMP um in der TCP/IP Protokollfamilie zu bleiben. Das Pendant bei IPX auf Layer 3 wäre dann SPX

Den Rest schenk ich mir jetzt mal ;)
Du siehst: Du kannst also durchaus Ethernet machen, ohne IP verwenden zu müssen ;)

Pearf

Re: wie funktioniert die Einwahl??

Beitrag von Pearf » 15. Okt 2009 21:54

Das heißt also ich kann das/der IAD weglassen und mich direkt über PPPoE Verbinden. Das Voip Gedöns benötige ich nämlich nicht. Aber vll. ist das schon alles hinfällig da ich meinen Anschluss erst Ende Nov. bekommen und dann vermutlich mit der neuen Fritzbox.

ps: OSI rockt, das sagt zumindest mein Prof. :lol:

Net Killer:-)

Re: wie funktioniert die Einwahl??

Beitrag von Net Killer:-) » 16. Okt 2009 07:58

Nein kannst du nicht weglassen, da

- du dann keine Telefonie hast (die SIP Daten rückt WT meines Wissens nach nicht raus)
- du die Einwahl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit innerhalb eines bestimmten VLAN (IEEE 802.1q ;) ) durchführen musst und die wenigsten Betriebssystem PPPoE Frames "einfach so" Dot1q taggen
- Du genau genommen ins Hoheitsgebiet des Providers eingreifs, was eine unzulässige Veränderung darstellt und nach Abmahnung auch zur Kündigung führen kann.

OSI rockt? Naja sagen wir mal so .. wenn du wirklich mal Systeme die über den Home Bereich hinausgehen administrieren musst kommst du gar nicht drum herum dich mit OSI (bzw. dem DOD Modell) abzugeben. Wenn ich mir das allein mal für unseren Backbone hier auf Arbeit überlege, komme ich auf

- ca. 15 versch. Layer 1 Protokolle
- ca. 20 verschiedene Layer 2 Protokolle
- 2-3 Layer 3/4 Protokolle (achja und der wechsel zu IPv6....)
- darüber wirds dann immer unübersichtlicher.. auf Layer 7 gibt es vermutlich so viele Protokolle wie Ports ;)

Die bleibt also gar nichts anders übrig, wenn du nicht vollständig die orientierung verlieren willst.
Zur Info: Backbone deutschlandweit mit aktuell knapp über 600 PoPs. Hauptstrecken alle STM-64 oder höher. Gesamtleitungslänge (ohne angemietete von der DTAG angemietete DSL TALs..) etwas über 1,7 millionen Kilometer.. da kommt einiges zusammen ;)

Pearf

Re: wie funktioniert die Einwahl??

Beitrag von Pearf » 17. Okt 2009 15:33

Danke für die Antwort. Das WTel auch wie der rosa Riese auf das bes*****ne vlan tagging setzt wusste ich nicht. Aber wie läuft dann das ganze bei den Anschlüssen mit 10/1 Mbit und ohne Telefon. Haben die dann einen zusätzlichen Stromfresser am Netz der mal wirklich GARNICHTS macht? Wie gesagt, hoffentlich bekomme ich dann schon die neue Fritzbox.

Ich wollte mit meinem Kommentar "OSI rockt" bewusst das Thema nicht in unnötige Fachsimpeleien abdriften lassen. Das du das nötige Hintergrundwissen hast war mir im vorhinein klar. ;) :roll: Aber danke für deine ausführliche Exkursion ;)

Net Killer:-)

Re: wie funktioniert die Einwahl??

Beitrag von Net Killer:-) » 17. Okt 2009 21:41

Das besch*** VLAN Tagging sorgt unter anderem dafür, dass du -zumindest wenn alles so funzt wie man sich das vorstellt ;)- gleichzeitig mit 100mbit runterladen und telefonieren kannst. oder bei vdsl von dtag eben mit 25/50mbit runterladen und nebenbei t-home nutzen kannst.

Hat also absolut sein Bewandnis und ist von der Sache her deutlich einfacher zu handlen als Diffserv (zumindest solange wir uns auf CPE seite bewegen)

nordicjan

Re: wie funktioniert die Einwahl??

Beitrag von nordicjan » 17. Okt 2009 22:29

VLAN Tagging ist ne Saubere Technik,
gute Geräte können das auch auf der WAN Seite, mit OS Firmware manchmal auch SOHO geräte.

Es währe halt schön wenn WT die Settings veröffentlichen würde!

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