Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

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Holsteiner

Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Holsteiner » 25. Dez 2015 11:11

Wohne in einer Mietwohnug Ulzburgerstr. mit neuster Verkabelung. Neben der alten funktionsfähigen Multimediadose wurde bei Einzug eine LAN-Dose installiert und das vorhandene Kabel im Keller (SWITCH) aufgelegt. Theoretisch müssten ja bei max Last von der Hauptverteilung ja 10Gigabits von WT eingespeist werden, was ja wohl nicht ginge.
Schätze das Backbone an der Ulzburger bringt nicht viel mehr. Meine Downloadgeschwindigkeit beträgt nur 10-20mbits, einmal wurden auch 30mbits erreicht.
Die Probleme liegen nicht bei mir. Ein Techniker hatte in div. Hauseingängen am betreffenden Switch auch niedrige Geschwindigkeiten festgestellt. Die Hauptverteilung konnte nicht lokalisiert werden. Ich frage mich wer u. wo die Geschwindigkeit runtergesetzt wird. Mein WT-Vertrag lautet auf 100mbits.
Gruss
Reinhard

Burnz

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Burnz » 26. Dez 2015 12:52

In meinem WT Vertrag wird keine Bandbreite garantiert, lediglich maximal 100Mbit.
Somit wären auch noch 30Mbit Vertragskonform.

Die Bandbreite muss nicht 10Gbit betragen, die Leitung wird wie bei allen Anbietern üblich überbucht.
Die VDSL Outdoor DSLAMs der Telekom sind meist auch nur mit 1Gbit angebunden, das langt an und für sich auch..

Dirty Harry

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Dirty Harry » 26. Dez 2015 17:41

Burnz hat geschrieben:In meinem WT Vertrag wird keine Bandbreite garantiert, lediglich maximal 100Mbit.
Somit wären auch noch 30Mbit Vertragskonform.
Im Prinzip stimmt das, aber nur vertragsrechtlich betrachtet.
Innerbetrieblich betrachtet Wilhelm.tel aber nur eine Geschwindigkeit von 100 MBit/s am Übergabepunkt zum Kunden als einwandfrei.
Es ist das Bestreben von WT, jedem Kunden immer einen 100 Mbit-Zugang bereitzustellen.
Burnz hat geschrieben:Die Bandbreite muss nicht 10Gbit betragen, die Leitung wird wie bei allen Anbietern üblich überbucht.
Die VDSL Outdoor DSLAMs der Telekom sind meist auch nur mit 1Gbit angebunden, das langt an und für sich auch..
Es stimmt, daß die anderen Anbieter aufgrund des Gleichzeitigkeitsfaktors die Gemeinschaftsleitungen bis zum Äußersten ausreizen.
Das liegt an deren teilweise veralteten/unterdimensionierten Anschlußstrukturen.
Wenn dort mehr Kunden eines Netztsegments dieses intensiv nutzen, wird deren Geschwindigkeit durch Überlastung gebremst.

Bei Wilhelm.tel ist dieses aber in der Regel nicht der Fall; im Gegenteil, WT´s Anschlüsse sind meisten deutlich überdimensioniert!
Und wenn tatsächlich irgendwo ein Aufrüstungsbedarf vorliegt und bekannt wird, ist das Bestreben groß, diesem Zustand baldmöglichst abzustellen.
Es war und ist immer die Geschäftspolitik der Wilhelm.tel GmbH gewesen, bessere Leistungen für weniger Geld anzubieten, als die Mitbewerber.
Die Kunden sollen zufrieden sein und gerne bei WT bleiben, und das dieses ernst gemeint ist, sieht man auch an der Vertragsdauer von nur einem Monat.

Holsteiner

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Holsteiner » 26. Dez 2015 19:35

Das alles hilft mir nicht weiter.In meinem EFH in H.U. hatte ich mit gleichem PC immer zwischen 80-95mbits download. Jetzt bin ich 10km näher an WT gezogen (2km) und schon wird es wesentlich langsamer.Da muss mir einer erklären. Gut, werde wieder ein Ticket ziehen ...

Burnz

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Burnz » 26. Dez 2015 21:02

Dirty Harry hat geschrieben:
Burnz hat geschrieben:In meinem WT Vertrag wird keine Bandbreite garantiert, lediglich maximal 100Mbit.
Somit wären auch noch 30Mbit Vertragskonform.
Im Prinzip stimmt das, aber nur vertragsrechtlich betrachtet.
Innerbetrieblich betrachtet Wilhelm.tel aber nur eine Geschwindigkeit von 100 MBit/s am Übergabepunkt zum Kunden als einwandfrei.
Es ist das Bestreben von WT, jedem Kunden immer einen 100 Mbit-Zugang bereitzustellen.
Ist da eigentlich von 100Mbit Brutto oder Netto die Rede? Weil mit einem Sync von 100010kbit/s sind ja leider keine 100Mbit Netto möglich:
Fritzbox Screenshot
Siehe auch: http://www.onlinekosten.de/forum/showth ... p?t=146605

Dirty Harry

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Dirty Harry » 27. Dez 2015 00:54

Wo soll die Frage, ob 100 MBit/s netto oder brutto, denn hinführen ?
Klingt, als ob da jemand versucht irgendwem einen Strick zu drehen... . :lol:

Burnz

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Burnz » 27. Dez 2015 02:39

Mit einem Sync von 100010kbit/s lassen sich in keinem Download Speedtest auch wirkliche 100Mbit erzielen, da ja noch overhead für PPPoE usw. abgeht.. Weswegen die Telekom auch bei den 100Mbit Vectoring Anschlüssen 109500kbit/s schaltet um auf reale 100Mbit im Download zu kommen..

Wenn WT schon immer als so toll dargestellt wird, würde ich mir wünschen, dass auch technisch das ankommt (bzw. ankommen kann) was der Tarif suggestiert und nicht minimal weniger..

Jaja ich weiß Jammern auf hohem Niveau, aber wieso nicht das Profil so gestalten dass der Kunde auch das bekommt, was das Marketing im suggestiert..

Entscheidend ist ja nicht der Sync, sondern was der Kunde letztendlich erreichen kann..


Shakal.hh

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Shakal.hh » 29. Dez 2015 05:28

anscheinend.... dann isser hier aber falsch^^

HSV1887

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von HSV1887 » 29. Dez 2015 08:47

Ist doch wirklich piep egal ob er Telecom Fan ist oder nicht. Er hat eine Frage gestellt ... sinnvoller wäre darauf einfach zu antworten. ?(

Net Killer:-)

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Net Killer:-) » 30. Dez 2015 19:47

Wozu?
1. Überbuchung ist vollkommen normal und das einzige was sich wirtschatftlich rechnet. Wer keine Überbuchungen akzeptieren möchte, muss sich eben eine entsprechende Standleitung besorgen. Kostet dann zwar "etwas" mehr, aber das stört ja nicht.
2. Ist bereits die Grundannahme "müsste 10gbit einspeisen, was ja wohl nicht ginge" falsch. Warum soll 10GE nicht gehen? 10GE ist absoluter Standard im Carrier Umfeld bzw. wird allmählich sogar durch 100GE abgelöst.

Holsteiner

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von Holsteiner » 31. Dez 2015 11:11

Alles wenig konkretes. Was sind GE? Kommen von meinem POP (Stonsdorfer Weg) nun 10Gbit via Ulzburger Str. in mein Gebäude und werden im Gebäudeverteiler auf 100mbits runtergesetzt? Hoffe, dass im Januar endlich mal ein Fachmann von WT kommt.

HSV1887

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von HSV1887 » 31. Dez 2015 13:03

Net Killer:-) hat geschrieben:Wozu?
1. Überbuchung ist vollkommen normal und das einzige was sich wirtschatftlich rechnet. Wer keine Überbuchungen akzeptieren möchte, muss sich eben eine entsprechende Standleitung besorgen. Kostet dann zwar "etwas" mehr, aber das stört ja nicht.
2. Ist bereits die Grundannahme "müsste 10gbit einspeisen, was ja wohl nicht ginge" falsch. Warum soll 10GE nicht gehen? 10GE ist absoluter Standard im Carrier Umfeld bzw. wird allmählich sogar durch 100GE abgelöst.
Wozu ? Vielleicht ist dies ein Hilfeforum? Aber das ist dir ja sicher bekannt. :wink:

@@@ Holsteiner
GE steht für "Gigabit Ethernet"

mike

Re: Verständnisfrage: Gebäude mit 100 Wohneinheiten u. 100mbits

Beitrag von mike » 1. Jan 2016 11:27

Dirty Harry hat geschrieben:Innerbetrieblich betrachtet Wilhelm.tel aber nur eine Geschwindigkeit von 100 MBit/s am Übergabepunkt zum Kunden als einwandfrei.
Es ist das Bestreben von WT, jedem Kunden immer einen 100 Mbit-Zugang bereitzustellen.
Das Bestreben ehrt WT, aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es wirtschaftlich tragbar wäre, Leitungskapzitäten zu schaffen, die 90% der Zeit zu 70% oder mehr brach liegen.
Als Kabelmodem-Kunde ist mir bewusst, dass ich an ein "shared Medium" angeschlossen bin und mir zu vertretbaren Preisen keine derartige Geschwindigkeit garantiert werden kann.
So verwundert es mich auch nicht, wenn am 23.12. abends die Geschwindigkeit auf 25MBit/s einbricht, ebensowenig wie es mich verwundert, wenn an einem normalen Wochenende abends die Geschwindigkeit im Bereich 35-60Mbit/s pendelt, je nach Wetter, Fernsehprogramm, Mondkonstellation und Wupptität der Erdkruste.
Ist halt so.
Wenn meine Nachbarn sich dem realen Leben widmen, gehen auch wieder 100MBit/s durch die Leitung.
Sollte ich diese Geschwindigkeit wirklich brauchen, dann versuche ich eben, derartige Aktionen in Zeitslots zu planen, wo naturgemäß die Leitung "frei" ist.
Aber ganz ehrlich: Wirklich gemerkt habe ich den "Einbruch" noch nie, also nicht im Rahmen normaler Nutzung, sondern nur bei synthetischen Tests oder kurzzeitiger Übertragung massiver Datenmengen (Backup/Restore).

IMHO alles im normalen Rahmen.

Wenn ich allerdings lese, dass einige User von Datenraten im Bereich 3-5MBit/s berichten, dann fällt das, so es denn der Wahrheit entspricht, selbstverständlich aus dem Rahmen und sollte untersucht werden.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor ca. 10 Jahren mit ähnlichen Einbrüchen kämpfte, die exakt dann aufhörten, als "Nachbar's Kinder" das Elternhaus verließen.
Das war dann vermutlich eine Episode aus "How not to self-update your Fritz!Box" oder "warum Koaxialkabel Streifenleitungen abgelöst haben".

Viele Grüße - Mike

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