Allgemeine Netzstörung?

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ochim1103
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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von ochim1103 » 11. Jan 2018 09:40

..langsam ist es, sehr langsam. Wie auf dem Dorf eben.
Mail.wtnet funktioniert noch nicht bei mir!!

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GUMMI-S
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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von GUMMI-S » 11. Jan 2018 09:48

Internet und Fernsehen laufen doch. Von der kurzen Pause Internet gestern Nachmittag mal abgesehen. Also keine Sorge, ist alles halb so schlimm.

PharaDOS
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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von PharaDOS » 11. Jan 2018 10:45

schein alles anzulaufen. Mails trudeln so langsam wieder ein.
Im Abendblatt gibt es eine Meldung vom Server Ausfall bei WT.

Wo ich ja denken würde nur ein Server war das bestimmt nicht.
Der Fehler hat euch wohl unglücklich getroffen bei einer Schwachstelle.

frettchen
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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von frettchen » 11. Jan 2018 13:28

Hallo!
Der Ausfall war ärgerlich und nervend wenn man auf wichtige Mails wartet. Aber jeder, der in der IT gearbeitet hat, weiß, wie leicht ein System zum Stehen zu bekommen ist.
Ist irgendwo bekannt, was die Ursache für diesen umfangreichen Ausfall war? Auf der Seite von WilhelmTel schweigt man sich noch aus.
Danke für die Antwort,
Fred

PharaDOS
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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von PharaDOS » 11. Jan 2018 13:45

@Frettchen: genau.

auf der Webseite steht das sie sich demnächst mit genauen Infos melden.
"Zitat: Über die Ursache des Ausfalls der Web- und Maildienste werden wir Sie nach Abschluss Untersuchungen zu einem späteren Zeitpunkt informieren."

denke das die Prio erst mal auf ein stabiles System gesetzt.

Bin sehr gespannt was die Ursache ist, gerade weil ich auch aus dem IT-Bereich komme wo wir auf eine sehr hohe Verfügbarkeit setzen.

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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von Net Killer:-) » 11. Jan 2018 14:29

frettchen hat geschrieben:
11. Jan 2018 13:28
Aber jeder, der in der IT gearbeitet hat, weiß, wie leicht ein System zum Stehen zu bekommen ist.
EIN System, kein Thema
Eine komplette Web/Mailserver Infrastruktur? Habe ich seit mindestens 10 Jahren nicht mehr erlebt und empfinde ich GERADE weil ich aus der IT komme als extrem schwache Leistung. Selbst ein DdoS wäre keine Erklärung die ich für einen Ausfall > 30minuten akzeptieren könnte.
Wie gesagt: Aus rein fachlicher Sicht, weil ich nunmal u.a. solche Infrastrukturen (mit) designe.

Andersrum: Wenn sich meine Eltern nicht fragend gemeldet hätten, hätte ich es nichtmal bemerkt, weil ich die betreffenden Systeme gar nicht nutze bzw. nur noch selten hier im Board bin.

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Capriccia
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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von Capriccia » 11. Jan 2018 16:09

Hallo,

natürlich stecken auch hinter der Technik Menschen und natürlich können diese auch Fehler machen. Sicherlich ist es bei anderen Providern auch nicht viel besser. Ich selbst plane (noch) keinen Wechsel, andere schon.
Ich empfinde es jedoch mehr als ärgerlich, dass die Verantwortlichen keine aktuellen Statusmeldungen geben. Ja, die wilhelm.tel-Seite war auch down, aber es gibt jede Menge Möglichkeiten über die sozialen Medien (Facebook, Twitter & Co.) zu informieren.

Auf jeden Fall vielen Dank an fLoo für sein Engagement. Toll, wenn sich wenigstens Mitarbeiter in die User hineinversetzen :smt038 – hier können sich die Manager einmal ein Beispiel an deren Empathie nehmen.

Danke auch an mike für den interessanten Link http://downforeveryoneorjustme.com/wilhelm-tel.de, den kannte ich bisher noch nicht.

Viele Grüße

Capriccia

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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von unicast » 11. Jan 2018 16:50

Capriccia hat geschrieben:
11. Jan 2018 16:09
Ja, die wilhelm.tel-Seite war auch down, aber es gibt jede Menge Möglichkeiten über die sozialen Medien (Facebook, Twitter & Co.) zu informieren.
Da die Website für diese Zeit nicht erreichbar war, wurde über andere Wege versucht mit den Kunden zu Kommunizieren.
Hier ein Link vom Hamburger Abendblatt :)

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... 9B-yGOHVed

Gruß
Unicast

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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von Dirty Harry » 11. Jan 2018 17:45

Ich halte es für sehr leichtsinnig wenn man, nach so einem Crash und stundenlanger Hilflosigkeit seitens Wilhelm.tel,
nicht sämtliche Paßwörter ändern würde, die irgendwie die Server von Wilhelm.tel betreffen.
Solange keine offizielle Stellungsnahme zu dem Vorfall abgegeben worden ist die dieses verbindlich ausschließt,
muß man es wohl als feststehenden Fakt ansehen, daß die Systeme kompromittiert worden sind und die Sicherheit verlorengegangen ist.
ICH habe natürlich Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, aber welcher 0815-Kunde ahnt von der drohenden Gefahr?

Um die Kunden auf diese Problematik hinzuweisen ist dringend eine Warnmeldung an alle Kunden durch die Unternehmensleitung abzugeben.
Diese Meldung vermisse ich.
Nicht der Ausfall des Systems (der Systeme) ist das Hauptproblem,
die (wiedereinmal) nicht vorhandene Informationspolitik der Verantwortlichen ist viel schlimmer !!!

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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von PharaDOS » 11. Jan 2018 19:14

In der heutigen zeit ist es schwer den richtigen weg zu finden. Wenn man zuviel Informationen gibt gibt es einen shitstorm und die folgen sind nicht vorhersehbar. Gibt man zuwenig Informationen ist es auch nicht richtig.
Ich bin immer für Ehrlichkeit und offene Kommunikation. Wenn man einen Fehler gemacht hat soll man dazu stehen.
Gerüchte sind finde ich wesentlich schlimmer. und am ende kommt es alles doch raus.
Und solche unsinnigen Kommentare wie der eine oder auch der andere hier abgegeben haben sind finde ich auch unpassend und helfen nicht.

Ich finde auch das ihr dieses Forum mehr nutzen solltet offen mit Problemen umzugehen.
Kein IT Unternehmen hat keine Probleme. Die Kunst ist es mit Service auszugleichen :-)
Das liegt nun mal in der Sache der Technik.

Sollte es wirklich einen Hackangriff gegeben haben und die Möglichkeit besteht das Informationen bzw wichtiger Passwörter entwendet worden sein, dann zählt jede Sekunde. Man sollte dann im zweifel lieber sofort zum ändern der Passwörter aufrufen.
Sollte es sich um einen reinen Technischen defekt handeln dann dementiert doch sofort diese Gerüchte von einen Hackerangriff.
Via Facebook hat auch schon jemand sowas geschrieben.

Ich glaube die meisten waren genervt das man nicht wusste wie lange es dauern könnte.
Bei uns kommen die Chefs auch immer an und fragen alle 5 Sekunden wann wir mit der Lösung kommen.
Solange das Forum online war hätte man hier posten können z.b. um 20 Uhr gibts das nächste update, so weis man das bis 20 uhr garantiert nichts kommt, und wenn doch wird wohl keiner bei euch anrufen und sich beschweren das seine Mails wieder gehen :-)
Und wenn ihr ab 19 uhr oder so wisst das 20 uhr nicht gehalten wird kann man ja auch melden das bis 10 uhr morgens keine Lösung zu erwarten ist.
Nur so eine Idee. ich denke diese Ungewissheit nervte die meisten.

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burnz
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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von burnz » 11. Jan 2018 20:44

Dirty Harry hat geschrieben:
11. Jan 2018 17:45
Ich halte es für sehr leichtsinnig wenn man, nach so einem Crash und stundenlanger Hilflosigkeit seitens Wilhelm.tel,
nicht sämtliche Paßwörter ändern würde, die irgendwie die Server von Wilhelm.tel betreffen.
Solange keine offizielle Stellungsnahme zu dem Vorfall abgegeben worden ist die dieses verbindlich ausschließt,
muß man es wohl als feststehenden Fakt ansehen, daß die Systeme kompromittiert worden sind und die Sicherheit verlorengegangen ist.
ICH habe natürlich Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, aber welcher 0815-Kunde ahnt von der drohenden Gefahr?

Um die Kunden auf diese Problematik hinzuweisen ist dringend eine Warnmeldung an alle Kunden durch die Unternehmensleitung abzugeben.
Diese Meldung vermisse ich.
Nicht der Ausfall des Systems (der Systeme) ist das Hauptproblem,
die (wiedereinmal) nicht vorhandene Informationspolitik der Verantwortlichen ist viel schlimmer !!!
Warum hierzu von offizieller Seite keine Info? Wieso so lange zum wiederherstellen? Nach den ganzen Problemchen der letzten Monate habe ich immer weniger das Gefühl bei einem professionellen Anbieter gelandet zu sein, dieKommunikation spolitik spricht Bände bzw. Die nicht vorhandene.. Das verstaubte Produktportfolio sein übriges, aber kein Wunder wenn man nicht mal seine Bestandssysteme im Griff hat sollte man das vielleicht mal an Profis abgeben..

PS:Telekommunikationsanbieter unterliegen einer Meldepflicht bei Sicherheitsrelevanten Vorfällen..

https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Indus ... _node.html

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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von mike » 12. Jan 2018 08:20

Das Problem bei der Unternehmenskommunikation ist heutzutage, dass das Internet nichts "vergisst" und man sich flugs mit Stellungnahmen zitiert sieht, die sich im Nachhinein als objektiv nicht vollumfänglich korrekt herausstellen.
Da muss man sich auch als Konsument an die eigene Nase fassen. Die unfassbarsten Kommentare werden heutzutage am meisten beachtet, die Wahrheit ist am Ende einfach zu langweilig. Wer dabei mitmacht, ist zu einem guten Teil selbst Schuld am Kommunikationsdilemma.

Was am Ende dabei herauskommt, sieht man recht gut am in diesem Thread bereits verlinkten Abendblatt-Artikel: Sämtliche Stellungnahmen müssen zunächst die Pressestelle passieren, und dort wird alles herausgefiltert, was nicht zu 100% feststeht.
Bleibt also: Es gab einen Ausfall des E-Mail-Systems und bestimmter Webseiten des Unternehmens und verbundener Unternehmen, Punkt.

Warum nicht bereits zum jetzigen Zeitpunkt über den Stand der Ursachenforschung berichtet wird (d.h. bevor die Ursache final feststeht), lässt sich leicht mit einem Blick in eben diesen Thread beantworten, den eröffnet zu haben ich mich mittlerweile fast schäme.
Hier werden 1 und 1 zu 3 aufsummiert und es werden Rückschlüsse aus reinster Ahnungslosigkeit gezogen, bis zu dem Punkt, wo (wieder einmal) in Bausch und Bogen über Wilhelm.tel im Allgemeinen hergezogen wird. Glückwunsch. Beschwerden über die Kommunikations"politik" erübrigen sich strenggenommen, wenn sich Kunden ein derartiges Armutszeugnis unaufgefordert selbst ausstellen. Ich würde da als Unternehmen auch lieber in Schweigen verfallen...

Aufrufe zu Panikreaktionen sind ebensowenig hilfreich wie Links zu Gesetzeskommentaren, die vom Link-Poster entweder nicht verstanden wurden (das nehme ich einmal zu seinen Gunsten an), oder als absichtliche Fehlinformation zur beabsichtigten Bloßstellung des Unternehmens gestreut wurden (das wäre die Alternative).

Mich würde interessieren, ob sich all die hochempörten User, die in diesem Thread ihrem Unmut gegarnt mit Mutmaßungen Luft gemacht haben, am Ende denn ebenso öffentlich bei Wilhelm.tel entschuldigen werden, wenn die Ursache feststeht und eventuell überhaupt nichts mit Unvermögen von Wilhelm.tel, Sicherheitslücken oder ähnlichem zu tun hat.
Wenn's ganz blöd läuft, war es nämlich genau das Milchmädchen, mit dem Ihr hier Eure Rechnungen gemacht habt, das seine Kanne über dem zentralen Knotenpunkt des Wilhelm.tel Netzes ausgekippt hat.

Viele Grüße - Mike

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Dirty Harry
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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von Dirty Harry » 12. Jan 2018 09:44

Guter Beitrag, Mike.
Im Grunde stimmt es, was Du da schreibst, aber so ganz will ich die Geschäftsführung nicht aus der Verantwortung gelassen sehen.
Die hätte schneller und umfassender informieren müssen, da braucht man nicht diskutieren.
Man hat mir in der Vergangenheit oft nachgesagt, ich würde immer 110%ig auf der Seite des Unternehmen stehen
und alles schönreden, egal was da komme. Das stimmt zwar nicht ganz, aber ich bin durchaus ein "Fan" von Wilhelm.tel.
Insofern bin ich wohl keiner der pauschal über WT herzieht. Trotzdem sehe ich einige Punkte immer noch kritisch, wenn sich auch vieles inzwischen sehr gebessert hat. Die Informationspolitik ist jedoch immer noch ein Stiefkind und wird unprofessionell gehandhabt.

Ob, und wie weit die Sicherheit der Systeme komprommitiert worden sind, können wir Nutzer natürlich nicht wissen.
Ich mache mir jedoch beträchtliche Sorgen, da es unwahrscheinlich scheint,
das ein "kleiner, interner technischer Ausfall" einen so umfassenden und vor allem lang anhaltenden Ausfall verursachen kann.
Ich habe mir die Technik von WT angesehen, alle Räume, bin persönlich von Herrn Weirich durch die Anlagen geführt worden,
habe mir die Ausführungen von ihm und der Leiter der Sicherheit angehört. So ein Ausfall aufgrund eines technischen Defektes wurde immer als absolut unmöglich dargestellt, da die Systeme alle redundant ausgelegt seinen. Ich fand das plausibel und halte es auch für selbstverständlich, daß ein Unternehmen dementsprechend vorsorgt.
Meines Erachtens ist ein Angriff und überwinden der Abwehrmaßnahmen plausibler,
als das ein technischer Defekt nicht abgefangen werden konnte.

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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von PharaDOS » 12. Jan 2018 12:06

Naja mit redundant und Ausfallsicher usw..

Wir haben auch ein angeblich so Ausfallsicheres netz usw.

Was ist passiert, plötzlich war das Netzwerk Zentral weg. Ein Bagger hat eine Stromleitung getroffen.
Eigentlich hätte nichts passieren dürfen, da es getränte Stromkreise gibt.
Aber leider war beim Verdrahten ein kleiner Fehler passiert und beide Haupt Switche waren an der selben Sicherung.

Schwups war das ach so ausfallsichere Netz weg. und so waren ca 10000 Mitarbeiter ohne IT.

Net Killer:-)
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Re: Allgemeine Netzstörung?

Beitrag von Net Killer:-) » 12. Jan 2018 13:23

mike hat geschrieben:
12. Jan 2018 08:20
Mich würde interessieren, ob sich all die hochempörten User, die in diesem Thread ihrem Unmut gegarnt mit Mutmaßungen Luft gemacht haben, am Ende denn ebenso öffentlich bei Wilhelm.tel entschuldigen werden, wenn die Ursache feststeht und eventuell überhaupt nichts mit Unvermögen von Wilhelm.tel, Sicherheitslücken oder ähnlichem zu tun hat.
Ich für meinen Fall werde mich nicht entschuldigen für die "schwache Leistung".
Warum auch? Egal welche Ursache vorliegt: Es war/ist eine schwache Leistung, dass
- ein hochverfügbares System überhaupt für eine solche Zeitspanne ausfällt
- keine (funktionierende) Desaster Recovery existiert, die diesen Fall hätte zumindest schneller wiederherstellen können
Beides ist heutzutage kein Hexenwerk mehr.
PharaDOS hat geschrieben:
12. Jan 2018 12:06
Was ist passiert, plötzlich war das Netzwerk Zentral weg. Ein Bagger hat eine Stromleitung getroffen.
Eigentlich hätte nichts passieren dürfen, da es getränte Stromkreise gibt.
Aber leider war beim Verdrahten ein kleiner Fehler passiert und beide Haupt Switche waren an der selben Sicherung.
Klassischer Rollout Fehler --> Passiert, Menschen machen fehler
Das im Rollout nicht zu merken --> Schwach
KEIN Regelmäßiger Backuptest --> extrem schwach bis fahrlässig

Anderes Beispiel dass ich live miterlebt habe:
- Rechenzentrum 1
- Standort ist 3fach Kanten- und Knotendisjunkt mit Strom und Netzwerk versorgt
- lokale Diesel-NEA mit Standzeit > 8h unter Vollast und Akku NEA zur Überbrücken einer Anlaufzeit bis 30min
- das GANZE georedundant in 50km Entfernung (Luftlinie) exakt gespiegelt n RZ2 aufgebaut
Trotzdem gab es für das Gesamtsystem einen Ausfall von ~2h.
Was war passiert?

1. Eine Sprengung in einem anderen Standteil hat ein Baugitter in ein Umspannwerk geschossen
2. Infolgedesse war Stromanbindung 1 von DC 1 weg
3. Das gesamte Stadtnetz hat aufgrund des Ausfalls des Umspannwerks eine massive Lastspitze erfahren, wodurch ein zweites Umspannwerk in die Sicherheitsabschaltung ging
4. Damit war Stromanbindung 2 von DC 1 und Stromanbindung 1 von DC 2 weg
5. Die erneute Lastspitze hat kaskadierend 2 weitere Umspannwerke zum Abschalten gebracht, wodurch die 3 Stromanbindung von DC1 und die 1. vom DC2 ausfielen
6. Gleichzeitig war die lokale NEA von Standort 1 in geplanter Wartung und somit Standort 1 komplett weg
7. Standort 2 ging dann nach 30min Batteriepuffer down, weil die Diesel NEA beim Kaltstart mehrfach abgesoffen ist (letzter NEA Test war grad mal 2 Wochen her)

In einem solchen Fall kann man von seeeeeeeeehr geringer Warscheinlichkeit reden. Die Statistiker haben irgendwas von 1:10.000.000 berechnet gehabt.
Dennoch hat der Betreiber es geschafft die Gesamte Infrstruktur (etwas über 15.000 Systeme) innerhalb von 2h Stunden nach dem Ausfall an einem dritten Standort vom Backup wiederherszustellen.
Warum? Es existierte ein Desaster Recovery Plan für den Fall das wirklich mal beide DC Standorte gleichzeitig ausfallen.

Das Ganze ist über 10 Jahre her. Ich glaube in Zeiten in denen wir von "Web Scale Infrastructures" und gerade was Web und Mailserver angeht auch noch von vergleichsweise einfachen und kleinen Systemen reden, sollte jeder der soetwas ernsthaft betreibt in der Lage sein das besser zu machen, als es hier der Fall gewesen ist. Die Wiederherstellungszeit war einfach zu lang.

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