Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

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ddcool

Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von ddcool » 20. Sep 2016 17:22

Hallo zusammen,

ich möchte kurz einige Informationen los werden, welche ich heute via Hotline bekommen habe.
Ausgangspunkt war die Unterzeichnung der "neuen" AGBs um vertraglich vom Routerzwang befreit zu werden.

1. Die Fritzbox muss sofern diese noch nicht auf den neuen SIP-Server für HD-Telefonie (voip3.wtnet.de) umgestellt wurde, einmalig am Anschluss angeschlossen werden, auch wenn im Schreiben schon der neue Server aufgeführt ist. Sprich es kann sein, dass ein eigenes VoIP-Endgerät erst nach diesem Schritt funktioniert.
2. Es wird nur noch DualStack auf Nachfrage an der WTnet eigenen Fritzbox eingestellt, alle anderen Endgeräte bekommen DS-Lite aufgezwungen.

Für mich macht gerade der zweite Punkt die Nutzung eines eigenen Routers dann unmöglich und den Anschluss praktisch unbrauchbar, da über DS-Lite leider nicht alles funktioniert.
Der Punkt, dass die IPv4-Adressen knapp sind, ist auf Grund der Tatsache, dass man mit der WTnet eigenen Fritzbox noch DualStack bekommt mMn hinfällig.

Viele Grüße
ddcool

Mydgard

Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von Mydgard » 21. Sep 2016 00:32

@ddcool: Betrifft das jetzt nur Neukunden oder auch Bestandskunden? Will sagen: Werden somit Bestandskunden, die bisher auch schon Dual Stack hatten, dann auf einmal schlechter gestellt und "verlieren" ihre IPv4?

ddcool

Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von ddcool » 21. Sep 2016 09:48

@Mydgard: Da ich selbst Bestandskunde bin, würde ich vermuten, dass es sich auf alle Kunden mit eigenem Router bezieht.
Somit werden Kunden, die einen eigenen Router betreiben nach dieser Aussage schlechter gestellt und bekommen nicht die selbe Leistung, als wie mit der WT-FritzBox.

Über den rechtlichen Teil lässt sich streiten. Ich finde aber diese Vorgehensweise höchst unsympathisch.
Warum das Argument der Adressknappheit genutzt wird, ist mir ein Rätsel, da es ja nicht konsequent gilt.
Ich wäre ja sogar bereit, für eine dann feste IPv4-Adresse am Privatanschluss zu zahlen. Die Aussage einen Business-Anschluss zu nehmen ist hinfällig, da ich den Anschluss ja rein privat nutze und die Mehrkosten von 80€ stehen in keinem Verhältnis.
(Mal abgesehen davon, dass WT durch die Umstellung von allen 0815-Nutzern auf DS-Lite in IPv4-Adressen baden könnte :D)

Wie gesagt, die Aussage mit dem DS-Lite kam so von einem Hotline-Mitarbeiter.

ddcool

Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von ddcool » 22. Sep 2016 18:42

Statusupdate:

Folgende Konfigurationen sind momentan laut Aussage der Hotline nur angedacht.


1. FritzBox von WT die sowohl Telefonie als auch Internet macht (DS-Lite und DualStack mögliche)
2. FritzBox von WT für Telefonie, Internet im Bridge-Modus um DS-Lite oder DualStack am eigenen Router zu betreiben
3. Eigener Router für Telefonie und nur DS-Lite

Also funktioniert folgendes Szenario nicht.

FritzBox von WT im Bridge-Modus für DS-Lite oder DualStack mit eigenem Router dahinter und eigenem Gerät für Telefonie.

Da war aber einer sehr kreativ...


Edit: Es funktioniert natürlich momentan trotzdem den Anschluss auf DualStack im Bridge-Modus mit angeschlossener WT-Box setzen zu lassen und diese danach einfach abzuziehen und den eigenen Router anzuschließen, wie wohl von jedem, der ernsthaft einen eigenen Router einsetzen will gewünscht.

ddcool

Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von ddcool » 23. Sep 2016 14:13

Klappte die Dritte.

Aussage der Hotline zu VoIP-Zugang.
Bitte nur noch über IPv6 per VoIP registrieren, wenn eine Registrierung über IPv4 durchgeführt wird, kann keine Funktion garantiert werden. Im schlimmsten Fall wird von der Technik die Registrierung über IPv4 blockiert.

Kurzer Lookup-Check auf "voip3.wtnet.de" (mitgeteilter VoIP-Server) = Es existiert kein AAAA-Record :roll:

So langsam zweifle ich an den Aussage der Hotline. Es wäre doch so einfach, wenn sich mal ein WT-Techniker äußert.

Kann der liebe it-fred nicht vielleicht bitte ein bisschen Licht ins Dunkle bringen?

masel

Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von masel » 23. Sep 2016 17:52

Moin,

Ich habe das bei mir so im Haus gelöst:

FTTH - GF 2 CU Wandler und da die WT FB drann und an die FB meinen eigenen Sophos Router inkl. drei gemanagten Accesspoints.

WLAN in der FB aus und die FB macht quasi nur Dect. Meinen Router habe ich in die DMZ der FB gesetzt.

VPN nach Hause über ein DYNDNS Tool funzt super. :-)

Allerdings habe ich kein VOIP Telefon, sondern nur Dect Telefone.

Gruß
Marcel

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Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von GrummelGrumpff » 14. Okt 2016 22:14

So was ist einfach nur dämlich.
Bei der Telekom würde ich mich nicht wundern,
WT war bis jetzt eigenlich ein Anbieter der weitgehend auf Kundengängelung verzichtet hat.

Ich spekuliere mal einfach:
Jene welche sich bei WT für den Routerzwang entschieden haben, können nicht Einsehen,
dass sie eine Fehlendscheidung getroffen haben und versuchen jetzt nachzutreten.

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Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von Madmax » 15. Okt 2016 00:30

Hallo,

voip3.wtnet.de ist der interne Name des Voip Registrars.
Für die IP Kommunikation mit dem Softswitch ist die Adresse des Sip Proxys wichtig.
Zu diesem baut der Voip Router eine Verbindung auf.
Der Name lautet proxy.voipslb.wtnet.de für diesen gibt es sehr wohl einen AAAA Record.
Die Voip Domäne ist für die interne Registrierung im Softswitch nötig und ist nicht als DNS Name Gedacht.

Die gesamten Daten sind hier zu finden!
http://www.wilhelm-tel.de/fileadmin/use ... _final.pdf

Das die Registrierung via IPv6 zu erfolgen hat hat den einfachen Grund das die meisten uns Bekannten Router
Voip und Internet über ein einziges Interface abwickeln.
Im Normalfall ist das bei einem Standard Anschluss eine IPv6 Basierte Verbindung mit DS-Lite für die IPv4 Konnektivität.
Registriert sich der Voip Client nun via IPv4 muss der Voip Traffic durch das DS-Lite Gateway was zu Problemen führen Kann
durch das NAT Mapping im AFTR. Das kann man durchaus auch machen "is dann halt Kacke"!
Registriert sich der Sip-Client via IPv6 besteht eine Native Verbindung ohne Mapping und die Kommunikation läuft besser!
Wir haben leider nicht genug IPv4 Adressen um allen Kunden ein "echtes" Dualstack zur Verfügung zu stellen.
Daher haben wir den Weg gewählt unseren Softswitch vollständig IPv6 fähig zu machen was auch nicht ganz billig war,
und ein Maßgeblicher punkt warum wir mit der Routerfreiheit erst auf die Letzte rille annähernd fertig geworden sind.

Gruß Madmax

GrummelGrumpff
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Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von GrummelGrumpff » 15. Okt 2016 12:36

Das die Registrierung via IPv6 zu erfolgen hat hat den einfachen Grund das die meisten uns Bekannten Router
Voip und Internet über ein einziges Interface abwickeln.
Im Normalfall ist das bei einem Standard Anschluss eine IPv6 Basierte Verbindung mit DS-Lite für die IPv4 Konnektivität.
Registriert sich der Voip Client nun via IPv4 muss der Voip Traffic durch das DS-Lite Gateway was zu Problemen führen Kann
durch das NAT Mapping im AFTR. Das kann man durchaus auch machen "is dann halt Kacke"!
Registriert sich der Sip-Client via IPv6 besteht eine Native Verbindung ohne Mapping und die Kommunikation läuft besser!
Wir haben leider nicht genug IPv4 Adressen um allen Kunden ein "echtes" Dualstack zur Verfügung zu stellen.
Daher haben wir den Weg gewählt unseren Softswitch vollständig IPv6 fähig zu machen was auch nicht ganz billig war,
und ein Maßgeblicher punkt warum wir mit der Routerfreiheit erst auf die Letzte rille annähernd fertig geworden sind.
Das ehrt euch zwar, und ich finde es gut dass WT auf IPv6 setzt und ich verstehe auch das die IPv4-Adressen knapp sind.
Das man IPv4 Adressen nur auf Nachfrage erhält finde ich durchaus vernünftig.

Aber warum bekommen aussgerechnet Fremdrouter keine IPv4 mehr ?
Und zwar offensichtlich nur (Neukunden ?) und solche Kunden nicht, welche die Frechheit besassen sich die VoIP-Daten aushändigen zu lassen.

Ich habe jedenfalls ein Fremdrouter mit Dualstack.
Ich nutze aber momentan auch kein VoIP von WT.
Also sind solche Kunden welche auf VoIP von WT verzichten mal wieder im Vorteil.
Und dass bezeichne ich als dämlich.



Wenn Ich WT leiten würde, dann würde ich Dualstack für 5-10EUR als Zusatzoption anbieten,
dass ist einerseits bezahlbar und bietet trotzdem den Anreiz nach möglichkeit darauf zu verzichten.



Ich persöhnlich würde gerne auf IPv4 verzichten, da ich aber von meinem Handy auf mein VPN zugreifen will, ist IPv4 zwingend notwendig.
Und das ganze soll natürlich von verschiedenen Mobil-Providern funktionieren, sowie in nur mit IPv4 angebunden WLAN zum Bsp bei Freunden.

Die einzige theoretische möglichkeit die ich kenne währe via Teredo auf IPv6 zuzugreifen, aber es werden immer weniger Server die das anbieten,
ich kenne auch keine AndroidApp die das kann und wenn es die gäbe währe wahrscheinlich Rootzugriff notwendig.

Daher meine Frage:
Welche möglichkeiten kennt ihr von einem Handy im IPv4-Netz auf IPv6 zuzugreifen ?

Burnz

Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von Burnz » 16. Okt 2016 18:22

Also ich nutze pritunl um mir eine vpn Verbindung inkl. Ipv6 aufs Endgerät zu holen n..

das_ubersoldat

Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von das_ubersoldat » 23. Okt 2016 11:45

Also ich habe Dualstack+Fremdrouter und wenn ich die IP Telefonie auf IPv6 zwinge dann kann ich nicht mehr telefonieren. Sofort nach der Nummernwahl kommt ein Besetztzeichen.

Dabei macht es keinen Unterschied ob die Telefonie über einen separaten PVC und/oder VLAN 1001 läuft oder ohne alles läuft.

PS: über den zweiten PVC bekommt man nachwievor nur eine IPv4 Adresse für die Telefonie zugewiesen

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Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von joinski » 13. Nov 2016 12:30

Ich nutze zur Zeit die WT Fritzbox (7360) und habe auf Anfrage IPv4 bekommen (DualStack).
(Festnetz-)Telefonie ist mir absolut Schnuppe (besitze seit Jahren kein Festnetz-Telefon mehr, weil ich übers Handy telefoniere).
Hätte am liebsten einfach nur einen reinen Internet-Anschluss ohne dieses VoIP-Gedöns ^^

Aber was müsste ich tun, um einen eigenen Router (hab hier z.B. noch eine freie Fritzbox 7490) verwenden zu können? Einfach bei der Hotline anrufen und nachfragen/Bescheid sagen, dass ich an meinem Anschluss gern einen eigenen Router anschließen möchte?
Aber verliere ich dann vielleicht meine IPv4-Adresse?
Sonst lasse ich das lieber so, wie es jetzt ist (habe die 7490 aktuell hinter der WT Box hängen).

adda
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Re: Hotline-Aussagen zum Thema Routerzwang

Beitrag von adda » 16. Nov 2016 17:30

@joinski

Nein nach unseren Erfahrungen verlierst Du nicht Deine IPv4-Adresse.

Ein Freund von mir mit direktem WT-Glasfaseranschluss und IP-Telefonie hat sich auf seiner FB7490-Providerbox Dual Stack einrichten lassen und dann diese Daten händisch in eine FB7580 übertragen. Auf dieser läuft einwandfrei Internet, IP-Telefonie über WT und sogar eine zusätzlich eingerichtete Sipgate-Rufnummer. Somit ist die Ansage von Dual Stack nur auf der Providerbox nicht technisch sondern "Marketing" seitig begründet.

Gruß Andreas

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