Ausfall PPPoE

Spezielle technische Fragen zum Thema "Ethernet" als Anschlusstechnik? Dann bist Du hier richtig!
hhadf

Ausfall PPPoE

Beitrag von hhadf » 2. Mai 2016 15:45

Moin,

ich sitze in der Ulzburger Str 307 jetzt bereits seit 2,5h ohne Internet. Zweimal die Hotline angerufen mit dem Hinweis es würde daran gearbeitet. Mal wieder muß ich anmerken...

Ich werde wohl nicht der Einzige sein? Da ich von zuhause arbeite macht mein Chef mir in den letzten Wochen immer häufiger die Hölle heiß und will mich wohl bald nicht mehr von zuhause arbeiten lassen womit ich natürlich nicht so ganz froh bin...

wilhelm.tel kümmerts einen Feuchten - und mein mehrmaliges Ersuchen nach einer Backup-Lösung, die ich ohne Frage auch bezahlen würde, wurde ignoriert. Nur der Hinweis "Anliegen ist an Geschäftskundenabteilung weitergeleitet" kam noch vor ner Woche oder so. Und das wars.

Kennt Ihr eine gute Backup-Lösung? Mit LTE helfe ich mir zwar gerade aber das wird mir auf dauer zu unpraktisch und zu teuer. Vielleicht ein zusätzlichen DSL Anbieter? Wie löst Ihr das?

touchy

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von touchy » 2. Mai 2016 16:21

Also das Handy als LTE-Hotspot zu nutzen ist doch ok, wenn es nur für ein paar Stunden ist.
Außer du musst ständig Massen an Daten übertragen oder der Empfang ist zu schlecht. WT kann dir ja eine SIM zur Verfügung stellen.

joergla

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von joergla » 2. Mai 2016 17:51

Du weißt aber schon, das Homoffice einen gewerblichen Vertrag benötigt und keinen privaten.

touchy

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von touchy » 2. Mai 2016 18:31

Er schrieb doch etwas von "Geschäftskundenabteilung". Wird wohl ein gewerblicher Vertrag sein...

Burnz

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von Burnz » 2. Mai 2016 18:31

§7

(2) Die private Internetflatrate darf nicht zu gewerblichen Zwecken genutzt werden. Sollte eine gewerbliche Nutzung ansatzweise festgestellt werden, so werden die Leistungen nach der jeweils gültigen Preisliste für Geschäftskunden abgerechnet. Der Betrieb eines Servers (z.B. für Filesharing) oder größere Netzwerke ist nicht gestattet. Ein solcher Betrieb setzt einen Geschäftskundenanschluss voraus.

http://www.wilhelm-tel.de/meta-navigation/agb/

Bedeutet also, dass wenn ich meinen Anschluss für Home Office ab und an nutze ich einen GK Tarif benötige?

Möpp

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von Möpp » 2. Mai 2016 20:45

Ich würde sagen, da geht es um "Fair Use" des Netzes. Mit dem Passus will sich WT gegen übermäßigen Traffic und etwaige Schadenersatzforderungen aufgrund Betriebsausfall absichern.

Ein bisschen Home Office wird wohl kaum terabyteweise Traffic verursachen. Und man wird auch nicht 99,99% Verfügbarkeit von einem Privatkundenanschluss erwarten dürfen.

Dirty Harry

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von Dirty Harry » 2. Mai 2016 23:21

Es ist eine juristisch notwendige Absicherung.
Aus diesem Grund wird dem Kunden die geschäftliche Nutzung des Privatkundenanschlusses untersagt.
Sollte er den Anschluß doch geschäftlich nutzen, so verstößt er damit gegen die Vertragsbestimmungen.

1.) Er kann in diesem Falle keinesfalls Schadensersatzforderungen gegen die Wilhelm.tel GmbH gelten machen,
sollte denn der Ansicht sein, ihm wäre aufgrund irgendeiner Schlechtleistung durch WT ein solcher entstanden.

2.) Er kann nicht auf die Fortführung seines Nutzungsverhaltens (übermäßige/unfaire Nutzung) bestehen,
denn dieses basiert ja auf einer nicht vertragsgemäßen Nutzungsart.

Fazit:
In der Regel wird dieser Paragraph nicht intensiv geprüft. Nur bei deutlichem Mißbrauch des Angebotes wird
es zu Konsequenzen kommen. 99,9 % der Kunden brauchen sich darüber nie Gedanken machen,
auch nicht diejenigen mit einer geschäftlichen Nutzung (die so geringfügig ist, daß sie unbemerkt bleibt).

Net Killer:-)

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von Net Killer:-) » 3. Mai 2016 11:20

hhadf hat geschrieben:Da ich von zuhause arbeite macht mein Chef mir in den letzten Wochen immer häufiger die Hölle heiß und will mich wohl bald nicht mehr von zuhause arbeiten lassen womit ich natürlich nicht so ganz froh bin...
Und dein Chef stellt dir keine adäquate Arbeitsumgebung im Homeoffice bereit?
Ich hoffe der bezahlt dich dafür dann entsprechend ;)

Ansonsten: GK Tarif mit entsprechendem Servicelevel beauftragen und das Ganze dann per Steuererklärung Ende des Jahres wiederholen.

hoschie

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von hoschie » 3. Mai 2016 15:07

Ansonsten: GK Tarif mit entsprechendem Servicelevel beauftragen und das Ganze dann per Steuererklärung Ende des Jahres wiederholen.
Jetzt ne dumme Frage, wenn ich 2 Tage die Woche Homeoffice mache, dann kann ich den GK Tarif anteilig vom Finanzamt wieder bekommen?
Wenn ich 5 Tage die Woche Homeoffice mache, alles?

Dirty Harry

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von Dirty Harry » 3. Mai 2016 20:19

Die Vorstellung daß, das Finanzamt etwas "bezahlt" ist amüsant. :wink:

Geschäftlich begründete Ausgaben mindern die Gewinne des Unternehmens (bzw. des Einzelunternehmers).
Das Finanzamt zahlt nichts "zurück", aber durch die Gewinnminderung wird die zu zahlende Körperschaftsteuer/Gewerbesteuer verringert.
Voraussetzung ist jedoch, daß überhaupt Einnahmen/Gewinne erwirtschaftet werden.

Ob nun keine, nur eine anteilige oder eine vollständige Anrechnung der Kosten möglich ist, kommt auf den Einzelfall an.
Entscheidend wird:
a.) die Begründung der Notwendigkeit sein
und
b.) ob eine private Nutzung erfolgt.

Sollte überhaupt kein privater Internetzugang vorhanden sein, wird es vermutlich schwierig die private (Mit-) Benutzung abzustreiten.
Ist parallel eine andere Art des Internets möglich, z.B. über Smartphone mit Datenkontingent, sehe ich da kein Problem.


Die Kosten für ein Homeoffice eines Angestellten trägt allerdings immer das Unternehmen, nicht der Beschäftigte.
Zumindest solange man von korrekten Arbeitsbedingungen und nicht von Scheinselbständigkeit und (Selbst-)Ausbeutung spricht.
Insofern ist es unverständlich, weswegen Du Dir Gedanken über die Kosten des Internetzugangs machst, den Du für deine nichtselbständige Tätigkeit benötigst... .

hoschie

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von hoschie » 4. Mai 2016 07:21

Dirty Harry hat geschrieben:... Insofern ist es unverständlich, weswegen Du Dir Gedanken über die Kosten des Internetzugangs machst, den Du für deine nichtselbständige Tätigkeit benötigst... .
Deswegen ja meine Nachfrage, da ich mir dies nicht vorstellen konnte und es aber so im vorherigen POST so gelesen/verstanden hatte. Es war nur eine NACHFRAGE 8)

Net Killer:-)

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von Net Killer:-) » 7. Mai 2016 22:54

hoschie hat geschrieben:
Ansonsten: GK Tarif mit entsprechendem Servicelevel beauftragen und das Ganze dann per Steuererklärung Ende des Jahres wiederholen.
Jetzt ne dumme Frage, wenn ich 2 Tage die Woche Homeoffice mache, dann kann ich den GK Tarif anteilig vom Finanzamt wieder bekommen?
Wenn ich 5 Tage die Woche Homeoffice mache, alles?
Bei 2 Tagen kriegst du gar nichts abgesetzt. Auch nicht anteilig.

hoschie

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von hoschie » 9. Mai 2016 08:09

Außerdem muß ich ja auch Freiberufler oder Selbstständiger sein. Meine Nachfrage wurde somit beantwortet.

Net Killer:-)

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von Net Killer:-) » 11. Mai 2016 15:00

hoschie hat geschrieben:Außerdem muß ich ja auch Freiberufler oder Selbstständiger sein.
Das wiederum nicht. Wenn du einen Arbeitsvertrag hast, in dem ein nennenswerter Anteil der Arbeitsleistung im Homeoffice definiert ist (typischerweise 3 von 5 oder 4 von 7 Tagen), wird ein _gesondertes_ Arbeitszimmer mitsamt seiner technischen Infrastruktur absetzbar.
Dafür muss eben jenes Zimmer auch zu einem Großteil bzw. nahezu ausschliesslich beruflich genutzt werden.
Ob man das als Einzelperson durchbekommt, hängt dabei vom Sachbearbeiter ab und kann sogar bei ansonsten identischer Steuererklärung in Jahr 1 abgelehnt und in Jahr 2 durchgewunken werden (oder vice versa)....

hhadf

Re: Ausfall PPPoE

Beitrag von hhadf » 25. Jul 2016 09:35

zur Erläuterung für die oben angemerkte Nutzung zu gewerblichen Zwecken:

Gewerblich hin oder her - ich habe zu Beginn meines Homeoffice natürlich im Kundenservice gefragt ob ich durch genau diese geplante Nutzung ein Problem mit meinem Vertrag zu erwarten habe. Die klare Aussage war: "solange ein durchschnittlicher Traffic nicht außergewöhnlich überschritten wird, ist kein Problem zu erwarten". Da ich nicht jeden Tag von zuhause arbeite wäre das wohl auch unter den gegebenen vertraglichen Bestimmungen nicht zu erwarten gewesen.

nur mal so zum Vergleich: ein durchschnittlicher Home-Arbeitstag bei mir führt zu einem durchschnittlichen Traffic von etwa 50-120 MB (kombiniert DL/UL) da die remote VPN Verbindung zum Firmennetzwerk hocheffizient ist. Dateien werden keine übertragen und die Datenbanken gleichen nur delta bytes ab.

Wenn ich an einem durchschnittlichen Tag privat zuhause bin, dann werde ich mit Spotify und Netflix + YouTube ein Vielfaches davon durch die Leitung ziehen und auch damit gab es bislang keine Probleme. Die Welt hat sich geändert - das Datenvolumen ist für Viele explodiert und ein paar MB traffic für das HomeOffice fallen da wahrscheinlich eher unterhalb der Messbarkeitsgrenze

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder